Entkoffeinierter Kaffee:
Wie funktioniert das?

Zum Thema "entkoffeinierter Kaffee" finden Sie in diesem Abschnitt jede Menge Hintergrundinformationen über dessen Vor- und Nachteile. Oder wollten Sie nicht schon immer mal wissen, wie Kaffee koffeinfrei hergestellt wird? Dann sollten Sie unbedingt weiter lesen...

Koffein hat es in sich, das wissen Sie sicherlich, wenn Sie schon einmal in der Vergangenheit am Abend ein oder mehrere Tassen normalen Kaffee getrunken haben. Koffein wird in die Gruppe der psychoaktiven Drogen eingeordnet, anders ausgedrückt handelt es sich bei dem Stoff um eine stimulierende Substanz.

In der Praxis fühlt sich das menschliche Gehirn und auch der Körper weniger müde an. Sicherlich ein Grund für viele, Kaffee überhaupt zu trinken. Doch gerade in den abendlichen Stunden, in denen der Körper eher entspannen sollte, hat Kaffee hier eine eher negative Wirkung. Doch keiner muss auf seine geliebte Köstlichkeit am Abend oder auch direkt vor dem Schlafen gehen verzichten, denn für diese Zeit gibt es ja den entkoffeinierten Kaffee. Lesen Sie nachfolgend mehr.

Wie funktioniert die Entkoffeinierung

Um entkoffeinierten Kaffee zu gewinnen, muss bereits bei der noch grünen und nicht gerösteten Bohne begonnen werden. Zuerst müssen die Bohnen unter Einfluss von Wasserdampf aufquellen. Im Anschluss wird das darin enthaltene Koffein mit einem speziellen Mittel herausgelöst.

Dieser Prozess unterteilt sich in mehrere Vorgänge, da bei jedem Schritt nur ein kleiner Teil des bestehenden Koffeins herausgelöst werden kann. Damit eine Bohne für die Weiterverarbeitung zum entkoffeinierten Kaffee zugelassen werden kann, darf sie laut EU-Richtlinien den Restgehalt von 0,1 % Koffein nicht überschreiten.

Nachteile der Entkoffeinierung!

Eine normale Kaffeebohne enthält bis zu 400 Bestandteile, die während der Röstung für den schlussendlichen Geschmack verantwortlich sind. Einige dieser Substanzen gehen bei dem Prozess "Entkoffeinierung" verloren, was sich natürlich später beim Trinken auf den Geschmack auswirkt.

Da der Markt und die Nachfrage nach koffeinfreiem Kaffee aber groß ist, hat sich die Industrie etwas Besonderes einfallen lassen. Spezielle Röstverfahren, die dem Kaffee wieder eine besondere Geschmacksnote verleihen. Im Übrigen versuchen Forscher schon seit Langem die natürlich Kaffeebohne ohne Koffein zu züchten, bislang leider ohne Erfolg.

Entkoffeinierter Kaffee - Verschiedene Verfahrensarten

Das Roselius-Verfahren

Entkoffeinierte Bohnen werden mit einem speziellen Röstverfahren bearbeitet, um den geschwächten Geschmack durch die Entkoffeinierung wieder auszugleichen. Dieses Verfahren gibt es schon seit 1903 und wurde nach seinem Erfinder Ludwig Roselius benannt.

Die rohen Bohnen werden in Salzwasser gelegt und quellen dabei auf. Danach wird Benzol dazu gegeben. Heute wird dieses Verfahren eigentlich nicht mehr angewandt, da Benzol ein giftiges Lösungsmittel ist, das auch krebserregende Stoffe enthält.

Schweizer-Wasser-Prozess

Auch dieses Verfahren wird kaum in der Praxis angewandt, da mit den rohen Bohnen sehr verschwenderisch umgegangen werden muss. Die Bohnen werden so lange in heißes Wasser eingelegt, bis sie vollkommen ausgelaugt sind. Im Anschluss wird das Wasser entkoffeiniert, es enthält jetzt nur noch die löslichen Bestandteile des Kaffees.

Danach wird dem Wasser die gleiche Menge Bohnen wieder hinzugegeben (die alten werden entsorgt) und ebenfalls in dem Wasser gebadet, was zurück bleibt sind die entkoffeinierten Bohnen. Ein teurer und aufwändiger Prozess, der zwar ohne Schadstoffe agiert, dennoch unökonomisch ist.

Direktes Verfahren

Ähnlich wie beim Roselius-Verfahren, werden auch hier die Bohnen mit Wasserdampf behandelt. Um das Koffein zu lösen, werden Dichlormethan und Etylacetat hinzu gegeben, ebenfalls nicht besonders gesundheitsfördernd.

Tryglycerid-Verfahren

Ein sehr beliebtes und häufig verwendetes Verfahren. Die Bohnen werden mit einer künstlichen und heißen Wasser-Kaffee-Lösung behandelt, so kann sich das Koffein lösen. Im Anschluss werden die entkoffeinierten Bohnen in heißen Kaffeeölen gebadet, um den Bestand der Aroma- und Geschmacksstoffe zu erhalten.

Dieses Verfahren wird heute sehr gerne praktiziert und sorgt für das Ergebnis, das wir heute alle an entkoffeiniertem Kaffee so sehr lieben. Gleicher Genuss ohne lästigen Nebeneffekt, wenn dieser nicht gewünscht ist.

Je nachdem welche Bohnen gekauft werden, ist kaum ein Unterschied zu regulärem Kaffee mit Koffein zu spüren. Nachfolgend ein paar Empfehlungen von uns:

Der Geschmack und die Produkte

Illy Espresso gemahlen, entkoffeiniert

Kaufen Sie die Dose mit der silber-grünen Banderole. Besonders geeignet ist dieser entkoffeinierter Kaffee für alle die, die die braune Köstlichkeit trotz empfindlichem Magen genießen möchten.

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Lavazza Caffe Crema Decaffeinato

Auch aus dem Hause Lavazza gibt es den entkoffeinierten Kaffee. Dennoch kann der Genießer durch das sehr schonende Verfahren das volle Aroma genießen.

Diese Bohnen bestehen zu 70% Arabica- und 30% Robusta-Bohnen.

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Kaffeebohnen Dallmayr "entkoffeiniert"

500 Gramm Bohnen feinster entkoffeinierter Kaffee aus dem Hause Dallmayr, der seine Genießer überzeugt. Absolut ausgezeichnetes Aroma, höchste Qualität und doppelte Veredelung. Kaffeegenuss ohne Koffein und ohne es zu merken.


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