Kaffee Know How


Das Thema "Kaffee" darf bei einem Verbraucherportal für Vollautomaten nicht fehlen. Im Folgenden haben wir einiges Wissenswertes zur "berühmtesten braunen Bohne" für Sie zusammengestellt.

Kaffee mit Logo

Positive Wirkung

160 Liter trinkt der Deutsche im Durchschnitt von der braunen, aromatisch duftenden Köstlichkeit im Jahr, obwohl Kaffee doch eigentlich so ungesund sein soll. 

Doch stimmt das wirklich? Immer mehr Studien belegen mittlerweile das Gegenteil, sogar besagen sie, dass er bei Diabetes, Gicht, Parkinson oder Leberleiden hilft. Aber was ist an den ganzen verschiedenen Theorien überhaupt dran?

Vor Kurzem veröffentlichte ein amerikanisch-kanadisches Forschungsteam in einem Fachmagazin eine Studie, die besagt, dass der Konsum von vier Tassen pro Tag das Risiko von Gicht mindert. Ferner besagt eine neue epidemiologische Studie, dass regelmäßiger Genuss des Wachmachers die Leber vor Schäden bewahren kann, insbesondere bei zu viel Alkoholgebrauch.

Das Wundermittel aus der braunen Bohne! Doch warum?

Die rohe Bohne besteht zu 40 % aus Kohlenhydraten, welche beim Rösten stark verändert und abgebaut werden. Es bleiben für den Körper wichtige Chlorogensäuren (schützen den Körper vor Diabetes mellitus) sowie zahlreiche gesunde Fettstoffe.

Wer den positiven Effekt noch verstärken möchte, sollte beim Aufbrühen auf die Wasserqualität achten, es sollten Minerale und Sauerstoff enthalten sein. Diese beiden Inhaltsstoffe haben nicht nur eine gute Auswirkung auf den Geschmack, sondern auch auf die Gesundheit.

Kaffeezitat

Steigender Konsum in Deutschland

Dass die Deutschen ihren Wachmacher lieben, war nie ein Geheimnis, dass der Konsum aber zudem immer weiter ansteigt, ist neu. Nicht umsonst hat der Coffeeshop-Gigant Starbucks aus den USA Anfang des Jahres weitere 15 Filialen in Deutschland eröffnet. 

Was in den Vereinigten Staaten schon jetzt normal ist – ein Coffeeshop an jeder Ecke mit meterlangen Schlangen davor – wird sich wohl während der nächsten Jahren in Europa bzw. in Deutschland ebenso entwickeln.

Interessant gestaltet sich die Tatsache, dass Deutschland der drittgrößte Kaffeemarkt der Welt ist. 500.000 Tonnen Rohkaffee verbraucht allein der deutsche Bundesbürger. Der Trend geht weiter, dank der mittlerweile überall zur Verfügung stehenden kleinen Kaffeemengen zum Mitnehmen – in Zukunft wird sich dies auch noch potenzieren – für die nächsten Jahre ist ein weiterer Anstieg von 160 auf 180 Liter bis zum Jahr 2015 pro Kopf prognostiziert worden.

Die Nachfrage bestimmt den Preis, und dieser ist nicht nur während der vergangenen Jahre deutlich angestiegen - allein im letzten mussten die Verbraucher 15 % mehr bezahlen, als noch im Jahr zuvor - sondern wird auch zukünftig weiter steigen.

Rohkaffee

Woher stammt eigentlich des Deutschen liebstes Heißgetränk?

Ganz zu Beginn gibt es einen Strauch, auf dem zunächst grüne, und wenn sie reif sind, rote Bohnen wachsen. Sobald sie groß, prall und rot sind, können sie geerntet und für die Weiterverarbeitung aufbereitet werden.

Zunächst muss die Fruchthaut, das Fruchtfleisch, das Pergamenthäutchen zusammen mit dem darauf befindlichen Schleim sowie das Silberhäutchen entfernt werden. Dieser Vorgang kann entweder nass oder trocken erfolgen, wobei an dieser Stelle fest gehalten werden muss, dass der Wachmacher, welcher aus der Nassaufbereitung gewonnen wird, von höherer Qualität ist.

Im Anschluss werden in einer Art Endbehandlung sämtliche verbliebenen Verunreinigungen noch von der Bohne getrennt. Schlussendlich wird die übrig gebliebene, ungeröstete Bohne nach Größe und Qualität sortiert. Diese beiden Parameter bestimmen auch den Preis.

Deutschland beispielsweise importiert den Rohkaffee zu einem gewissen Preis pro Kilogramm und röstet diesen dann im eigenen Land.

Es gibt zahlreiche verschiedene Möglichkeiten Kaffee zu rösten. Neben der Größe, Qualität und Produktion, gehört die Röstung zu den gut gehüteten Geheimnissen eines jeden Kaffeekonzerns.

Die Röstung beeinflusst schlussendlich wesentlich den Geschmack des Wachmachers; das Aroma, die Bitterstoffe, die Crema.

Kaffeepflanzenkunde

Rösterei

Wir alle kennen die großen Konzerne, die gemahlene Bohnen oder die Bohne komplett zum selber mahlen verkaufen. Scheinbar unendlich viele verschiedene Sorten gibt, bei dieser ganzen Auswahl übersieht der normale Verbraucher zumeist die Alternative, die geröstete Bohne von einer unbekannten kleinen Kaffeerösterei zu kaufen. Dies hat nämlich nie bedachte Vorteile, die wir nachfolgend kurz für Sie zusammen getragen haben.

  • Nachhaltige Produktion
  • Liebevolle Behandlung der Bohne
  • Herausragende Qualität

Natürlich ist es ein Unterschied wie viele Bohnen jeden Tag in einer Rösterei verarbeitet werden. Bei Großkonzernen geht es ausschließlich um deren Gewinn, dementsprechend werden größtenteils auch die Bohnen behandelt. Zwar sind die Verfahren ausgereift und werden immer wieder nach der neuesten Technik verbessert, aber sicherlich wird keine einzige dieser Bohnen mit Liebe und Bedacht behandelt.

Haben Sie schon ein "Käffchen" getrunken – vielleicht in einem kleinen Café im Urlaub – und stellten fest, dieser Muntermacher schmeckt ja so ganz anders und viel besser?

Das Schlüsselwort heißt "Microroastery", zu deutsch, eine kleine Rösterei. Doch was ist nun eigentlich der Unterschied zum industriell herstellten Wachmacher? In einer Kleinrösterei achten Experten streng auf die Bohnenqualität und die Frische. Nach dem Rösten liegt die Bohne in einer Kleinrösterei noch ca. 1 Woche um "Auszugasen". Die Bohne stößt in der Tat CO2 aus. Diese Zeit hat ein großer Industriekonzern nicht, die Bohnen werden geröstet und verpackt. Ähnlich verhält es sich bei der Röstzeit, während die reguläre Röstdauer auf ca. drei bis vier Minuten angesetzt wurde, werden die Bohnen in einer "Microrastery" gemütlich und liebevoll 15 bis 20 Minuten verarbeitet. Es entsteht ein einzigartiger "Coffee", der mit keiner Edelsorte aus der Industrie verglichen werden kann.

Eine kleine Empfehlung, kaufen Sie die Bohnen von einer kleinen Rösterei frisch und brauchen Sie ihn innerhalb von vier Wochen auf. Sie werden es genießen!

Bohnen Sorten: Schwerpunkt Arabica und Robusta

Auf dem Markt finden sich zahlreiche Sorten, nachfolgend möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick verschaffen:

Arabica Bohne: Es ist die am meisten verkaufte Sorte, der Weltmarktanteil beträgt ganze 60 Prozent. Sehr beliebt ist diese Bohnensorte wegen ihrem angenehmen Aroma. Ebenfalls enthält sie nur halb soviel Koffein wie die Robusta-Bohne, was natürlich die ideale Ausgangssituation für den entkoffeinierten bzw. milden Kaffee ist.

Robusta Bohne: Weitaus weniger hoch ist der Marktanteil der am zweit beliebtesten Bohne, der Robusta, sie erhält einen Anteil von 36 % auf dem Weltmarkt. Von der Arabica Bohne unterscheidet sie sich durch einen geraden Einschnitt (die Arabica Bohne hat einen gewellten Einschnitt). Von zahlreichen Farmern wird diese Bohne lieber angebaut, da die Reifezeit wesentlich kürzer ist, zudem ist der Rohkaffee widerstandsfähiger.

Weitere beliebte Sorten sind

  • Excelsa: Eher einer Bohnenrarität, sie wurde erst 1904 entdeckt.

  • Stenophylla: Sie stammt aus Westafrika, die Bohne ist rund und groß, bis zur Reifung werden die Früchte schwarz.

  • Maragogype: Sie ist eine Mutation der berühmten Arabica-Bohne bzw. eine Kreuzung derer und der Liberica-Bohne.

  • Liberica Bohne: Sie schmeckt anders und wird gerne im asiatischen Raum verarbeitet. Dort entspricht das Ergebnis dieser Bohne mehr dem Kaffeegeschmack als dem der westlichen Welt.

  • Kopi Luwak: Es handelt sich hierbei um die teuerste Sorte der Welt. Die Sorte stammt aus Indonesien und entspricht sicherlich nicht Jedermanns Genussvorstellung vom koffeinhaltigen Heißgetränk. Dort fressen Schleichkatzen (Rasse: Luwak) Kaffeekirschen. Das Tier scheidet diese natürlich auch wieder aus, durch die Verdauung in dessen Darm, werden den Bohnen Bitterstoffe entzogen. Allerdings trinken die wenigstens gerne Ihr Lieblingsheißgetränk aus Bohnen, die einmal durch den Körper einer Katze gewandert sind.

  • Bio

    Derzeit gibt es bekanntlich einen Biotrend, der sich durch die Supermärkte und mittlerweile auch Discounter zieht. Doch was steckt eigentlich hinter Bio Kaffee? Ist auch wirklich Bio drin, wo Bio drauf steht? Sollten Sie den Wachmacher mit den bekannten und anerkannten Siegeln kaufen, können Sie davon ausgehen, dass es sich tatsächlich um Bio-Kaffee handelt. Sie können dann in aller Ruhe und ohne Bedenken natürlichen Espresso oder Latte Macchiato genießen.

    Bei Bio wird besonders auf einen nachhaltigen, biologischen Anbau in den Erzeugerländern geachtet. Bio Kultur kann nicht mit der Massenproduktion normalen Kaffees verglichen werden. Es werden weder Monokulturen betrieben, noch Düngemittel oder Chemie zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Bio ist für den Menschen, sowie für die Natur äußerst wichtig, außerdem achtet der Hersteller auf Fair Trade.

    Fair Trade

    Häufig gehört und dennoch eher unbekannt. 1,4 Millionen Landwirte profitieren weltweit von der Fair Trade Organisation. Als Fair Trade, zu deutsch fairer Handel, wird der kontrollierte Handel von Kaffee bezeichnet. Die Erzeuger erhalten von einer Fair Trade Organisation zumindest für eines der gehandelten Produkte einen festgelegten Mindestpreis. Somit soll das Einkommen der Arbeiter und Erzeuger gesichert werden. Die Produktion von solchen Produkten soll zudem internationale Standards in Bezug auf Soziales und die Umwelt erfüllen.

    Zu finden sind solche Produkte hauptsächlich in Naturkost- und Weltläden, teilweise in der Gastronomie und im Supermarkt. Der Coffee ist für deutsche Verhältnisse nur ein wenig teurer, doch der Kaffeegenießer unterstützt eine positive Einrichtung und die Nachhaltigkeit des Anbaus.

    Grüner Kaffee

    Schon einmal etwas von einem grünen Kaffee gehört? Wenn ja, meist im Zusammenhang mit Diäten und dem Thema "Abnehmen". Schon seit vielen Jahrzehnten wird der eher unbekannte grüne Kaffee von zahlreichen Individualisten genossen. Sie schätzen die Yin der grünen Bohne vorhandenen so wichtigen Substanzen für den Körper. Tanine, Antioxidantien und Chlorogensäuren.

    Dem grünen Wachmacher wird nachgesagt, dass er die Konzentrationsfähigkeit steigern kann. Ferner senkt er nach aktuellen Studien zufolge das Risiko der Typ-2-Diabetes Erkrankung. Grüner Coffee schützt vor Magen-Darm-Krankheiten und stärkt die Herzkreislauffunktion. Schlussendlich, und das ist der eigentliche Clou, hilft er beim Abnehmen. Die enthaltenen Chlorogensäuren senken die Produktion von Glukose im Körper, die Zuckerwerte im Blut sinken und die Umwandlung von Zucker in Fettreserven minimiert sich.

    Entkoffeiniert

    Vor dem Schlafen gehen noch ein Käffchen? "Nein Danke", sagen jetzt viele, "dann kann ich ja nicht mehr schlafen!". Doch entkoffeinierter Kaffee schließt den Kaffeekonsum abends nicht aus. Längst hat George Clooney alias "Fr. Decaffeinato" den koffeinfreien Coffee gesellschaftsfähig gemacht. Geschmacklich kaum vom normalen Käffchen zu unterscheiden, wird er auch bei den Deutschen immer beliebter.

    Koffein ist übrigens nicht schädlich, nur fördert er zu manchen Tageszeiten – wie in den Abendstunden – keinesfalls das Wohlbefinden. So empfiehlt es sich, wer auf sein Käffchen am Abend nicht verzichten möchte, einen entkoffeinierten Kaffee zu bevorzugen.

    Bekannte Kaffeemarken im Test


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